May the Full Force be with you?

Das zweite Mal fand vergangenes Wochenende nun das With Full Force in der neuen Location in Ferropolis statt. Ich war auch das letzte Jahr dabei, wie die 10 Jahre davor, auf dem guten alten Acker, in Roitzschjora. Nach dem Locationwechsel war ich verunsichert, wie viele andere auch, ob das Full Force an der neuen Location überhaupt noch das härteste Acker Deutschlands sein kann. Bedingt durch meine Verunsicherung, aus dem letzten Jahr, fuhr ich mit einer Mischung aus Skepsis und doch auch Vorfreude am Donnerstag Morgen los Richtung Ferropolis. Die Kameras waren geladen und die Speicherkarten leer. Nach gut 2h Fahrt kam ich an, wurde sehr schnell abgefertigt und konnte unseren Campingplatz beziehen. Da die Zeit mir mehr oder weniger im Nacken saß, wurde der Zeltaufbau erst einmal auf später verschoben, da in weniger als 40min Toxpack auf der Bühne stehen werden und ich den Jungs versprochen hatte, die erste Show auf der MainStage für sie festzuhalten. So schnappte ich meine beiden Canons und bewegte mich Richtung Ferox Stage um Toxpack dort Backstage zu treffen. Als Überraschungsgast war Atze Troopers mit nach Gräfenhainichen gereist, um nach seinem langen Krankenhausaufenthalt, ein Lebenszeichen von sich zu geben. Es ist mittlerweile 15Uhr und die Stimmung könnte besser nicht sein. Alles ist entspannt und auch vor der Bühne tut sich langsam etwas. Die ersten Fans platzieren sich vor der Ferox Stage. 15.20Uhr das Intro beginnt….den Rest seht ihr nun…..

Geile Show, geile Stimmung und dazu noch für die Zeit wirklich richtig voll vor der Ferox Stage. Erste Konzert war damit ein voller Erfolg und meine Euphorie wuchs von Sekunde zu Sekunde. Die Stimmung ist einfach toll. Klanglich konnten sich an allen Tagen, jede Band hören lassen.  Hier sieht man, dass das Force sich die Kritik des letzten Jahres zu Herzen genommen hat. Den absoluten Abriss feierten dann Lionheart auf der Hardbowl Stage. Es war einfach phänomenal zu sehen, wieviel Bock die Jungs hatten. Langsam wurde es dann dunkel in Ferropolis, die Lichter gingen an, say hello ,,industrial Feeling“ und ich bekam noch mehr Bock auf Bullet for my Valentine. Pünktlich 22.40Uhr gingen die Lichter auf der Ferox Stage aus, die stattliche Menge an Menschen wurde unruhig, die ersten Töne erklingen und die Show beginnt. Ich habe sie vor Jahren schon einmal auf dem Full Force gesehen und war damals, alles andere als begeistert. Doch nach den ersten Vocals, fiel mir sprichwörtlich die Kinnlade runter. Fucking Amazing! Lichtshow, Ton und Performance von den Jungs war sehr sehr geil. So zeigten sie sich definitiv als würdigen Headliner auf dem Full Force. Der Freitag begann für mich dann direkt mit Dritte Wahl. Keine schöne Zeit, aber gestern klappte es ja mit Toxpack auch, die Meute schon am frühen Nachmittag zu animieren. Das eine oder andere tolle Bild konnte ich festhalten, dennoch war es wohl der frühen Zeit geschuldet, dass die sonst so geniale Stimmung von den Jungs, nicht so auf die Hardcore-Gefolgschaft, überspringen zu lassen. Klar die richtig echten Fans standen in der ersten Reihe, sangen und feierten ihre coole Show, aber irgendwie war wohl der Rest noch gedanklich in ihren Zelten.

Nach der Show ging es dann auf Nahrungssuche, die dank des sehr coolen und leckeren Angebotes, recht schnell zum Ende kam. Wildschweinburger von einem mir bisher noch unbekannten Berliner Restaurant ,,Hirsch & Eber“. Klare Empfehlung für meine Berliner Follower, die gerne mal einen sehr geilen, etwas anderen Burger essen wollen. Frisch gestärkt, ging es dann zu den freakigen Jungens von Eskimo Callboy. Was soll ich zu ihrer Show sagen? Sie hatten mega Bock. Es war der totale Abriss. Geiler Sound, geile Show und Crowdsurfing zählte quasi zum guten Ton. Danke für die geilen 50min.

Nach Eskimo Callboy, dachte ich, dass es eigentlich nicht noch heftiger werden kann. Als aber dann Hatebreed die Bühne der Ferox Stage betrat, begann die Stadt aus Eisen vor Ehrfurcht zu zittern. Meine Fresse, Sie rissen nicht nur alles ab, sondern planierten es einfach danach noch mehrmals. Ganz nach dem Motto, viel hilft viel, brachten sie mit ihren deftigen Hardcore, die mehr als stattliche Crowd, zum Tanzen,  zum Springen und auch teils zum Fliegen. Nach harten und vor allem schweißtreibenden 50min war dann eines meiner Highlights am Ende und wir zogen uns zum ,,Wunden lecken“ zurück in den VIP Bereich, um auf Judas Priest zu warten. Und weil es ja im VIP Bereich sooo toll war, kann man natürlich auch einfach mal 40Min länger auf Judas Priest warten als nötig, da anscheinend die Technik nicht so wollte, wie es die Techniker gern gehabt hätten. Nun ja. Nach diesen zusätzlichen 2400 Sekunden des Wartens ging dann nun endlich das Licht aus. Das Intro begann. Black Sabbath mit War Pigs. Bäähm schon waren alle wieder auf Sendung und fieberten dem Start der Show entgegen. Das riesige gespannte Banner viel und los gings. Rob Halford gab alles. Sie waren laut, sehr laut. Der Klang war perfekt. Ich muss zugeben, es war nicht zu 100 Prozent meins, aber dennoch war es auch für mich eine tolle Show. Es ist mittlerweile Samstag. Ich stehe im Graben und warte auf den Beginn von Pro Pain. Stattlich, oldschool und mit dem gewissen Charme knallten sie ein fettes Brett, der hardcoresüchtigen Meute, vor ihren Latz. Es war einfach geil. Aber seht selbst.

 

Auf Grund der Hitze, war dann bei mir erstmal Schluss mit der musikalischen Beschallung. Für mich stand von Beginn an fest, Parkway Drive wird ein Fest und dafür wollte ich zu 100% fit sein. Es ist 23.04Uhr es blitzt, es knallt direkt vor mir. Kurze Blind- und Taubheit stellt sich ein. Das Licht der Bühne geht an Winston beginnt mit den ersten Vocals. Links und rechts von mir beginnt das unendliche Rattern der Kameras. Und ab gehts. 1000 Fotos später war das ultimative epische Highlight vom WFF 2018 zu ende. Es war genial. Es passte einfach alles. Licht, Ton und das Feeling. Es war einfach eine riesige Party. Danke Parkway Drive!

 

Nun sind wir schon 5 Tage zurück in Berlin. 5 Tage in denen ich Zeit hatte mir ein paar Gedanken zu machen. Nun sitz an meinem Mac und schreibe gerade dieses kleine Resümee. Um meine Frage nochmal aufzugreifen, ob denn das Force noch das Force ist, was wir in den 23Jahren vor Ferropolis so lieben gelernt haben. Nein das Force ist nicht mehr das Force. Es ist anders, aber definitiv nicht schlechter! Aber nicht anders vom Feeling, dies war dieses Jahr wieder voll da. Es ist anders von der Qualität (Sanitäranlagen, Ablauf, Wasserversorgung) sind um einiges besser, als noch auf dem harten staubigen Acker. Auch von der Security und ihrer Freundlichkeit, war ich bis auf eine Ausnahme, begeistert. Grüße gehen hier raus an die verbitterte Blondine am VIP Shuttle. Und nein du bist nicht cool….:-)   Also für die ein zwei, die dies hier lesen sollten. Wenn euch letztes Jahr nicht gefallen hat, probiert es kommendes Jahr vielleicht nochmal. Es lohnt sich. So will the Full Force be with You!

 

PS: Alle Bilder der einzelnen Shows kommen noch in mein Portfolio unter Konzerte.

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